Gemeinsames Essen als Katalysator von Dorfentwicklung

In den letzten Wochen durfte ich erleben, wie zentral die Rolle des GEMEINSAMEN ESSENS im Dorf sein kann, vor allem dann, wenn das Essen schlicht, liebevoll und gesund ist. Auf Schloss Tempelhof wird dreimal am Tag Essen serviert, für alle aus dem Dorf, die es möchten. Im coconat arbeiten alle den ganzen Tag nebeneinander her und dreimal am Tag kommen alle an einem langen Tisch zusammen. Auch im Dorf im Aufbruch Oberndorf durfte ich sehen, welch zentrale Rolle in der gesamten Dorfentwicklung die Kombüse 53° gespielt hat. Und ich war einfach nur begeistert von der Wirkung von gemeinsamen Essen, über die ich noch nie nachgedacht hatte.Erst einmal fühlt es sich tatsächlich toll an, mit gesunder und lokaler Nahrung versorgt zu werden. Es hat bei mir einerseits ein Gefühl von LUXUS ausgelöst, andererseits eine ganz andere VERBINDUNG ZUM DORF aufgebaut, wenn die Quelle dessen, was ich esse, gleich um die Ecke ist oder ich sie sogar aus dem Fenster sehen kann.

Vor allem ist es aber eine Art des Zusammenkommens, die lebendig und unaufregend zugleich ist. Hier werden die Dinge besprochen, die wirklich wichtig sind, hier finden INFORMATIONSAUSTAUSCH und KREATIVITÄT statt, die bei einer Dorfversammlung fast unvorstellbar sind. Hier werden GEMEINSAME VORHABEN beschlossen und eben mal schnell umgesetzt. Und hier ist es aber auch völlig unaufregend, wenn sich jemand mal nicht einbringen möchte. Hier gibt es keine Erwartungen und deshalb werden Erwartungen übertroffen.

In einigen Städten und Dörfern gibt es Straßen, in denen die Bewohner einmal in der Woche oder einmal im Monat ihre Tische und Stühle auf die Straße stellen und ihr ESSEN MITEINANDER TEILEN. Die Bewohner laufen rum, setzen sich mal hier mal da hin und essen mit. Und mir wird langsam klar, warum das ein so mächtiges Instrument der Gemeinschaftsentwicklung ist, die Basis aller Transformation.

von Monia, Team Dörfer im Aufbruch

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