Finanzierung der Dorfaktivitäten

  • Welche Einnahmequellen hat sich das Dorf erschlossen?
  • Wie findet Fördermittelakquise fürs Gemeinwohl statt?
  • Wie lokal wird Geld ausgegeben?

Eigenes Seminarzentrum in Tempelhof

Die ehemalige Schule wird als Seminarzentrum genutzt, deren Gewinne der Dorfentwicklung zugutekommen. Übergeordnetes Thema ist die Expertise des neu entstandenen Öko-Dorfes: die Gemeinschaftsbildung.

www.schloss-tempelhof.de

 

Künstlerstadt Kalbe

Leerstand wurde in Kalbe zu einem Raum für Kreativität. 15 Kunststudenten zogen in die ungenutzten Gebäude und der erste Sommercampus in der „Künstlerstadt Kalbe“ wurde zu einem großen Erfolg. Seitdem findet jedes Jahr der 50-tägige Sommercampus und ein 30-tägiger Wintercampus statt. Mit deutschen und ausländischen Gästen und manchmal mit bis zu zwei Veranstaltungen pro Tag. Die Kunst ist in Kalbe mittlerweile so zu Hause, dass sich auch abseits der Campus-Wochen ein Kulturbetrieb etabliert hat.

https://www.kuenstlerstadt-kalbe.de/

Umgang mit Leerstand

Aus Leipzig stammt die Idee der Wächterhäuser, um mit Leerstand umzugehen. Die Idee ist einfach: Zwischen Besitzern und potentiellen Nutzern oder Initiativen steht ein Verein. Er handelt mit den Besitzern aus, wie eine Zwischennutzung aussehen könnte. Dabei ist zum einen wichtig, dass die Häuser bewohnt werden, damit Vandalismus vermieden wird. Gleichzeitig erhalten Menschen mit Ideen Platz und Wohnraum auf Basis von Nebenkosten. So gewinnen alle und in der Stadt entsteht ein Raum für neue Ideen.

http://www.haushalten.org/

 

Bürgeraktiengesellschaft Oberndorf

Die Ostewert AG in Oberndorf ist eine private Aktiengesellschaft, gegründet von den Bürgern des Dorfes. Sie versteht sich als eine Innovations- und Investitionsgemeinschaft. Investiert wird in innovative, nachhaltige und regionale Wirtschaftskreisläufe, die das Zukunftspotential der Region und die Lebensqualität der Menschen vor Ort stärken und fördern. Eine soziale Rendite soll dabei erwirtschaftet werden, das heißt ein Teil des Gewinns wird in die Stärkung von zukunftsweisenden sozialen Strukturen reinvestiert.

Alle Wirtschaftsprojekte geschehen in direkter Zusammenarbeit mit den aktiven Menschen vor Ort. Außerdem baut man auf erweiterte Wertschöpfungsketten: Unterschiedliche Wirtschaftsprojekte greifen vielfältig ineinander und bauen aufeinander auf. Dabei werden bereits vorhandene Ressourcen genutzt, auch so genannte Abfälle, die möglichst in neue Produktionskreisläufe einfließen.

http://www.ostewert.ag/