Hoetmar

Wir sind das Dorf

Hoetmar ist ein Beispiel für die verbindende Kraft gemeinschaftlich entwickelter Visionen und deren Umsetzung. Mit hoher Bürgerbeteiligung wurde eine umfassende und langfristige Zukunftsaussicht erarbeitet, das Dorfentwicklungskonzept “Hoetmar 2030”.

Die Dorfwerkstatt

Für die Umsetzung ihres Dorfentwicklungskonzepts haben dir Hoetmarer eine Dorfwerkstatt eingerichtet, die sich in einzelnen Arbeitskreisen mit den Themen “Ortsbildung, Verkehr, Wirtschaft”, “Kindergarten, Schule, Jugend”, “Aktiv im Ruhestand”, “Integration”, “Freizeit, Tourismus, Kultur” und “Energie, Klima” beschäftigt. Ein Lenkungsausschuss mit Sprechern aus allen Arbeitskreisen und heimischen Ratsvertretern stellt die Entscheidungsinstanz dar. Auch einen Gewerbekreis gibt es, der die Interessen der einheimischen Gewerbe vertritt.

Zahlreiche Projekte wurden im Rahmen der Dorfentwicklung schon realisiert, sind in Planung oder in der Umsetzung. Darunter die Umnutzung des Läuterhauses zu einem Gemeinschaftshaus, ein Netzwerk für alle Akteure im Bereich der Jugendarbeit, ein Aktiv-Wald und ein Motocross Parcour. Auch ein barrierefreies Hoetmar steht auf dem Plan und eine Mitfahrzentrale soll umgesetzt werden. Ein behindertengerechter Bürgerbus ist bereits im Einsatz und sichert mit 51 ehrenamtlichen Fahrern die Mobilität der Bürger im Nahverkehr. Teil des Zukunftsbildes ist auch das Dorf auf erneuerbare Energien umzustellen. Um das Miteinander weiter zu stärken ist eine generationsübergreifende Dienstleistungsbörse in der Arbeit. Sie soll allen Bürgern ermöglichen, mit kleineren Tätigkeiten ihre Mitbürger zu unterstützen, sich zu vernetzen und gebraucht zu fühlen. Umgesetzt wurde schon der Unterricht von Grundschülern in Häkeln und Nähen durch Senioren, die auch mit ihnen zusammen lernen oder sie bei den Hausaufgaben unterstützen.

 

Flüchtlingsintegration

Hoetmar ist beispielgebend in der Integration von Flüchtlingsfamilien im Dorf. 2015 erhielt es dafür den Integrationspreis. Der Arbeitskreis “Integration” kümmert sich um die Neubürger. Die Ehrenamtlichen besuchen die Familien regelmäßig und unterstützen sie bei Behördengängen, bei Gesprächen mit Schule oder Kindergarten. Ein eigens dafür gemieteter Laden beherbergt Kleidung und Haushaltswaren, die die Dorfbewohner für die Neuankömmlinge gespendet und zusammengetragen haben. Auch gibt es einen Deutschkurs im Kindergarten für die ganz Kleinen, Segelkurse und einen Integrationsgarten, in dem die Einheimischen und die Flüchtlingsfamilien gemeinsam ihre Parzellen bewirtschaften. Die Fläche wurde vom Eigentümer kostenfrei für die nächsten Jahre zur Verfügung gestellt.

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